Day 14: Berlin + Heimreise

So schnell kommt der Abschied vom Adlon. Zwei Tage, die wie im Flug vergangen sind. Ursprünglich hätten wir noch das Frühstücksbüffet testen wollen. Aber als Nicht-Morgenmensch schaff ichs nicht mal annähernd, genug Hunger für die fälligen 45 Euro aufzubringen. Statt im Adlon gibts dann den Kaffee beim Bäcker gegenüber.

Um den Tag langsam anzugehen, besuchen wir das Brandenburger-Tor-Museum. Klein, fein, besteht aus zwei Räumen. Einer zeigt Schautafeln, der andere einen Film. Auf drei Seiten. Man lernt was über Berlin. Gut investierte fünf Euro. Und man kann sitzen.

Was tun am letzten Tag. Es ist warm und Sonntag. Es gäb das Olympische Dorf. Aber schon vor zwei Jahren scheiterte der Besuch da an der mühsamen Anreise. Und sonntags fahren die Busse nicht. Wär ja auch doof. Und der Fussmarsch bei praller Sonne ist wenig verlockend. Weiter könnte man den alten Militärflughafen Gatow, der heute das Militärmuseum der Bundeswehr beherbergt, anschauen. Aber auch diese Reise ist sehr umständlich und dauert ewig. Wir sollten so gegen 5 zum Flughafen … wird knapp. Also machen wir das, was man immer machen kann: eine Bunkertour. Der Fichtebunker in Kreuzberg, ein ehemaliger Gastank. Nix wie los!

Zuerst gibts aber auf dem Weg dahin noch ein Mittagessen. Im Bergmannkiez, weil da hats Beizen. Auffallend viele Österreicher. Also gibts Schnitzel. „Gross oder klein?“ Gross natürlich. Als der Herr am Nebentisch seins bekommt, bin ich zufrieden mit meiner Wahl. Doch, ein stattliches Stück Fleisch, das sollte sättigen bis am Abend. Etwas erschrocken bin ich, als ich gemerkt hab, dass auf seinem Teller das kleine Schnitzel lag. Meins kommt – und es ist monströs. Aber wunderbar zart das Fleisch, knusprig die Panade … der Leidtragende ist der hervorragende Kartoffel-Gurken-Salat. Der hatte dann echt keinen Platz mehr. Schade. Die Cola wurde edel in der Glaskaraffe serviert. Der Kohlensäure wenig förderlich. Aber macht was her.

Den Fichtebunker besichtigen wir mit anderen Schweizern. Fotos sind nicht erlaubt, dafür ists angenehm kühl im ehemaligen Mutter-Kind-Bunker. Der Führer Guide bringt uns die Geschichte des Bauwerks auf gewohnt humoristische Art näher. Und wir kommen in den Genuss einer Livedemonstration des Notstromgenerators.

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Zurück zum Adlon. Es heisst, Abschied nehmen von der Stadt. Vom Hotel. Und erneut müssen wir uns um nichts kümmern. Die Koffer werden ins Taxi getragen, wir bedanken uns, fahren zum Flughafen. Im Radio läuft der WM-Final.

Tegel enttäuscht nicht. Das Gate ist voll mit Passagieren nach Zürich und Helsinki. Der Platz wie gewohnt minimal, das Klo ist ein Sumpf und der Flug hat Verspätung. 20 Minuten, 30 Minuten … irgendwann gibts gar keine Durchsagen mehr. Immerhin kann ich so den WM-Final sehen. Auf den drei Bildschirmen, auf die ich nur mit Verrenkungen knapp gute Sicht hab. Irgendwann geb ichs auf und versuchs mit dem Wifi. Was dann tatsächlich funktioniert. Tegel, du bist wunderbar.

Schuld an der Verspätung ist ein Vogelschaden am Triebwerk. Respektive kein Schaden. Aber das musste natürlich zuerst abgecheckt werden. Armer Vogel. Mit etwas unter einer Stunde Verspätung landen wir in Zürich. Müde, mit Farbe im Gesicht und voller Erinnerungen an diese zwei Wochen.

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