Day 13: Berlin

Der zweitletzte Tag. Er beginnt früh. Gerne hätte ich das Brandenburger Tor im Sonnenaufgang fotografiert. Was natürlich perfekt gelungen wäre, wenn ich ein paar Meter davon weg nächtige. Nur ist halt grad WM. Und WM ist Fanmeile. Und Fanmeile ist Strasse des 17. Juni, welche genau da liegt, wo ich fürs Bild stehen sollte. Gelingt also nicht. Trotzdem nütze ich den frühmorgendlichen Aufwacher (man muss ja im Alter mal früh raus) und geh rasch nach draussen.

Danach gibts noch ne Mütze Schlaf. Als Tagesprogramm hab ich mir ein paar Kiezspaziergänge vorgenommen. Mal etwas die Viertel erkunden, die ich sonst nur punktuell kenne. Ich steige also einfach mal in die S-Bahn und schau, was passiert.

Beim Nordbahnhof steig ich aus. Hat etwas an Plattenbauten. Also fotografieren, klar. Dumm nur, liegt die Speicherkarte auf dem Nachttisch und steckt nicht in der Kamera. Also gibts einen Umweg zum nächsten Saturn.

Die zusätzliche Fahrtzeit investiere ich in Recherche. Den Volkspark Friedrichshain hab ich noch nie bewandert, also perfekt. Liegt ja grad um die Ecke beim Alex.

Hat einiges an Denkmälern und so da. Viele Jogger. Und Hunde aller Grössen und Formen. Beim Märchenbrunnen verlass ich das Gelände und geh mal einen Kaffee trinken, um das nächste Ziel zu suchen. Funfact: Der Café Crème hats nach Deutschland geschafft. Das Crème, oder meist Crema oder Creme, kommt aber nicht vom Rähmli, sondern soll diese Kafiform vom alldeutsch beliebten Filterkaffee absondern.

Bergmannkiez. Eine Strasse mit eigenem Tripadvisor-Eintrag gibts in Berlin. Die Bergmannstrasse. Herz des Bergmannkiez. Interessant für Kulinarik und Märkte. Schon bei der Station Südkreuz riechts nach Gegrilltem. Und nur wenige Meter dahinter dann der Grund dafür. Bei uns nennt mans neuerdings Streetfood, hier ists das. Mobile Stände verkaufen von der selbstgezwirbelten Nudel bis zur Knoblauchsalami alles. Und vieles bereits genussfertig. Etwas weiter runter dann die Bergmannstrasse. Und wirklich, auf dem Platz vor der Kirche steht ein Trödelmarkt, anschliessend folgt die Markthalle. Und dann die Bergmannstrasse mit ihren vielen Lokalen. Herrlich. Hier finde ich ein Mittagessen.

Lustigerweise hol ich mir das dann wenige Meter von der Destille weg, in der ich vorgestern Schutz vor dem Regen gesucht hab. Libanesischer Imbiss. Pouletschawarma, dazu Ayran. Die Polizei holt sich da auch ihr Essen, muss also ok sein.

Danach gehts noch rasch an die Friedrichstrasse zum Dussmann. Die Stempel brauchen wir im Büro.

Zun Znacht such ich einen Chinesen raus, unweit des Hotels. Die Peking Ente.

Das Znacht passt. In der Gegend waren füher mal die Reichskanzlei und der Führerbunker daheim, heute sinds Dim Sum. Und Enten. Beides super.

Den Sonnenuntergang würden wir gern auf einer Dachterrasse sehen. Diese stehen gerne in Westberlin, zum Beispiel am Ku’damm. Die Monkey Bar im Bikinihaus ist so eine. Wir gehen rein. Und warten. Auf eine Platz, auf Getränke, auf den Sonnenuntergang. Kommt dann alles. Wie auch die Aufforderung, mit der Kamera keine Bilder zu machen, für solche Kameras brauche es eine Lizenz. Schade. Dann halt mit dem Telefon.

Die Sonne ist weg, wir auch. Auf zum Atem! Äh, Adlon.

Da gibts dann am Elefantenbrunnen die Schlummis. Wirklich eine gute Adresse.

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