Day 6: Rügen

Ab auf die Insel. Von Rostock aus ists nur eine kurze Zug- und eine Taxifahrt ins beschauliche Lauterbach auf Rügen. Das Badehaus Goor haben wir uns ausgesucht, weil der Meerblick im Gegensatz zum mondänen Binz bezahlbar ist. Und das Hotel hat recht mondän ausgeschaut. Also hin! Der Blick vom Zimmer aus ähnelt stark dem Bild auf der Website. Beste Lage.

Aber viel los ist nicht hier, Badehaus also. Die Flyer für Kuren und Spezialbehandlungen sprechen auch eine deutliche Sprache. Also gehts nach einer Ruhepause nach Binz. Der Lokiführer (darf man das in Deutschland sagen?) weist uns darauf hin, dass wir mit einem Umsteigen in Putbus schneller und günstiger da sind. Ha! Gesagt, befolgt! Die schnellere Verbindung entpuppt sich als Fahrt mit dem Rasenden Roland, der nostalgischen Bäderbahn. Zufällig einen weiteren Punkt auf der Bucket List abgehakt.

Der Nachteil am Rasenden Roland ist, dass der Bahnhof etwas ausserhalb liegt. Heisst, wir sind spät dran und noch einen weiteren Fussmarsch vom Zentrum von Binz weg. Aber ok. Die Kalorien kompensieren wir beim Znacht.

Zuerst aber mal etwas Sightseeing. Das Ostseebad zeigt sich von seiner populären Seite. Viel Volk unterwegs, Familien mit Kindern. Alte, Junge. Die Seebrücke lädt zum Bilde.

Znacht gabs im Bistro Loev. Der Name aber war fast Programm. Der deutsche Bundestrainer Löw ist früh ausgeschieden an der WM. Und die Küche im Loev macht um halb 10 dicht. Also nur noch eine Hauptspeise. War trotzdem gut. Und der Sieg von Kroatien hat auch zum Tippspiel gepasst.

Vegetarisch. Modern. Und als Klassiker das Bier.

Danach noch einen Schlummi in einer Bar. Viel hat ja nicht mehr auf samstags in Binz. Cocktailbar mit wenigen anderen Gästen, die allesamt bestens bekannt sind mit dem Gastgeber. Altbekannt.

Kunst gabs auch noch.

Nun ja. Rückweg. Lauterbach ist 20 Minuten mit dem Taxi entfernt. Ein Katzensprung. Nicht aber, wenns keine Taxis gibt. Das grosse Problem auf Rügen, wie wir erfahren. Wenige Taxis und noch weniger nachts. Auch samstags. „Schwierig bis unmöglich“, ein Taxi zu bekommen, beschied uns der Barmann. Er hat angerufen. Warteschleife. Gibt uns noch die Nummer aufn Weg, weil er möchte zumachen. Schade. Clever, wie wir sind, latschen wir zum Bahnhof. Da hats vielleicht was. Vielleicht. Also nicht, wie sich rausstellt. Wir versuchens mit diversen selbst recherchierten Nummern, überlegen uns, welches Gefährt wir knacken und wers denn fahren könnte. Knacken könnt ich noch, aber starten und fahren … gut, wir hätten noch Akku und youtube.

Aber Taxi Schwabe geht ran. In 20 Minuten oder so sollte einer in der Gegend sein. Was dann tatsächlich gut gepasst hat. Der tolle Fahrer hat uns in blumigstem Norddeutsch erklärt, wie prekär die Taxisituation auf Rügen ist. Den Hinweis, dass Uber vielleicht eine Lösung wär, überhört er. Irgendwie verständlich. Für Täxeler.

Unterwegs kreuzen uns zwei Damhirsche. Die schleichen hier immer rum. Neben Wildschweinen, wie uns beschieden wird. Das erklärt, warum Hirsch in vielen Lokalen auf der saisonalen Karte steht.

Gegen halb 2 sind wie dann im Bett. Später, als erhofft, früher, als erwartet. Es soll uns eine Lehre sein.

Den Schlumi gibts im Hotelzimmer. Gut, war ich noch bei Edeka. Die lieben ja Lebensmittel.

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